Zurück in den hohen Atlas

Zurück in den hohen Atlas

Obwohl wir so nah am Erg Chebbi sind, haben wir uns dazu entschieden, wieder etwas zurück in den Norden, genauer in den hohen Atlas, zu fahren. Den Erg Chebbi sehen wir später sicher auch noch.

Die ersten Kilometer haben wir nicht über die bekannte N13 zurück gelegt, sondern über eine regionale Straße direkt durch den Oasenstreifen des Flusses Ziz. Hier waren wir näher am täglichen Leben der Marokkaner, auch wenn es mal ganz eng wurde.

Ortsdurchfahrt

Der weitere Weg ging dann bis Tinghir ganz zügig. Im Norden begleitete uns die Bergkette des Atlasgebirges die auch gut für ein Foto war.

Ab Tinghir ging es dann ganz schnell zum Kernstück und bekannten Bereich der Todhrahschlucht. Es war schon sehr beeindruckend, durch diese enge Schlucht zu fahren. Nicht ganz so schön waren die unzähligen Händler und Bettler.

Lt. Empfehlung der Reiseliteratur von Edith Kohlbach wollten wir die Abkürzung von Tamtetoucht bis zur R704 zur Dadesschlucht nehmen. Die Piste führt teilweise durch einen Flusslauf mit so steilen Rampen, das unsere Mupfel mit dem Heck aufsetzte und
die Tropfenblechverkleidung verbogen hat. Nichts schlimmes, aber nach ca. 23 km war eine Passage so schwierig und auch gefährlich, das wir entschieden haben umzudrehen.

Sowas sieht schlimm aus, ist aber problemlos


Sieht gar nicht schlimm aus, aber ohne Sandbleche hätte es das Heck schwer erwischt

Die Strecke heraus aus der Schlucht hätten wir an dem Tag jedoch niemals mehr vor Einbruch der Dunkelheit geschafft, somit sind wir einfach stehen geblieben und haben den fantastischen Sternenhimmel in ca. 2600 Meter Höhe genossen.

Milchstrasse ohne Zentrum

Auch bei der Rückfahrt der 23 km haben wir uns Zeit genommen und dabei die fantastische Bergwelt genossen.

Der Weg auf der R703 bis Agoudal war dann wieder über Asphalt ganz einfach, aber auch nicht besonders spannend. In Agoudal ist der Weg zur Dadesschlucht beschildert. Es geht ein paar hundert Meter kurvig durch den Ort, bis es klar wird, dass der Weg wirklich richtig ist. Nach wenigen Kilometern kommen wir zum Campingplatz und beschließen hier zu übernachten und das immer noch verbogene Heck unserer Mupfel ein wenig zu richten.

Fluss am CP


Sonnenaufgang

Morgens sind wir rechtzeitig gestartet und hatten damit eine Menge Zeit die rund 120 km zu bewältigen. Die Hunde hatten bei den ausgiebigen Pausen auch ihren Spaß.

Die gesamte Strecke war für uns nicht wirklich schwierig, aber mit einem Fronttriebler WoMo kaum machbar. Ein Kastenwagen mit gutem Rampenwinkel vorn und hinten mag es funktionieren, aber an einigen Stellen wird es sicherlich schwierig. An einigen Stellen war ich schon froh,  Allrad und die Untersetzung gehabt zu haben. Gerade die Untersetzung hat geholfen einige Passagen ganz locker ohne Kupplungsrutschen etc. zu bewältigen.

Für uns waren aber gerade die ca. 35 Kilometer auf der Schotterstrecke besonders schön und empfehlenswert. Hier ist man praktisch ganz alleine und hat die Natur auch für sich.

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