Große Weite

Große Weite

„Große Weite“, so könnte man Teilabschnitte beschreiben, die wir in den nächsten Tagen gefahren sind.
Im Ort Boudnib waren wir auf einem ganz ordentlichen, von einem Franzosen geführten Campingplatz. Im Gegensatz zu vielen marokkanischen Plätzen konnte man den Unterschied erkennen: Hier wird mit Verstand an einem Fortschritt gearbeitet. Auch in und an dem Ort Boudnib scheint mit Verstand gearbeitet zu werden. Hier kann man sich wohl fühlen und selbst die sonst sehr häufig sehr lästigen bettelnden und oft sogar unverschämten Kinder gab es hier nicht.


Trotz des gepflegten Platzes habe ich ein Spinnennetz gefunden …

Nach den Empfehlungen des Campingplatzbetreibers haben wir uns auf den Weg Richtung Figuig gemacht. Wegen der Grenznähe zu Algerien hätten wir sonst vielleicht darauf verzichtet.
Nach unserem Navi gab es zwei alternative Strecken, einmal über Bouarfa und einmal direkt, ca. 40 km kürzer über die R602. Die R602 erwies sich dann nach ca. 20 km nicht mehr als so gut.

Wieder haben wir eine Erfahrung mehr gemacht und sind die 20 km wieder zurück gefahren. War ein Erlebnis, aber kein Weg für uns.

Über Asphaltstraßen fuhr es sich dann doch bequemer, allerding auch ohne Überraschungen.

Schon einige Kilometer vor Figuig wurden wir gleich zwei mal nacheinander von einer Polizeisperre angehalten. An beiden Posten waren ausgesprochen freundliche Polizisten, die uns mit großem Stolz auf deutsch einen schönen Aufenthalt in Figuig wünschten. Wow, wir waren ganz beeindruckt.
In Figuig gibt es nur einen Stellplatz am Hotel, der war aber ganz ok und mit knapp 5€ incl. Strom sogar sehr preiswert. Figuig erwies sich dann bei näherer Betrachtung auch als sehenswert. Es gibt neben schönen Gebäuden auch einen Park, der sich hauptsächlich mit den Problemen der Umweltverschmutzung auseinander setzt.

Tür zur Moschee


Tür zum Laden


Tür nach Algerien, leider noch geschlossen …

Nach 2 Tagen in Figuig sind wir nach freundlicher Verabschiedung der bekannten Polizeiposten reichlich weit in den Norden Marokkos gefahren. Erst nach Einbruch der Dunkelheit haben wir einen Platz auf einer verlassenen Tankstelle in der Nähe von Taza gefunden. Der Weg bis dort war nicht besonders schön, aber trotzdem beeindruckend. Die Entfernungen hier in dieser eintönigen Wüste bzw. Steppe wirken extrem. Nach jeder kleinen Anhöhe folgt eine kleine Kurve und eine Gerade bis zum Horizont. Nach dem Horizont wieder das selbe usw.


Selbst für Marokko ist das Auto nicht mehr soo gut


Im Geiste habe ich schon eine Vollbremsung gemacht …

In Taza, eine große und ganz ordentliche Stadt, begann es dann leider etwas zu regnen. Der hat sich dann zwar an diesem Tag noch etwas zurück gehalten damit wir den Tazeeka Naturpark noch genießen konnten.


erster Regen in Marokko


Hier war das Wetter nochmal gnädig


wilder Stellplatz im Park

Am folgenden Tag regnete es aber nur noch, bis Chefchaouen. Dabei verwandelten sich die Straßen sowie die Orte ausnahmslos als stinkende Schlammlöcher.

Ortsdurchfahrt bei Regen und Markt, auch wenn vom Markt nichts zu sehen ist …


Ortsdurchfahrt, ohne Allrad geht es bei Gegenverkehr nicht weiter, rechts bleibt man stecken

Für die 260 km haben wir ca. 7 Stunden gebraucht …

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